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Steckbrief Biber

Biber

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Der Biber bewohnt Stillgewässer und alle Arten von Fließgewässern mit nicht zu starker Strömung. Er bevorzugt abwechslungsreiche Wasserläufe mit grabbaren Uferböschungen und ausreichenden Holz- und Krautbeständen. [1] [4] Als semiaquatisches Säugetier bewohnt er sowohl Land als auch Wasser. Er legt in den Uferböschungen Baue an, die ihre Eingänge unter dem Wasser haben und deren Wohnkessel sich über der Wasseroberfläche befinden. Nach und nach werden diese Baue mit Ästen, Steinen und Schlamm aufgeschichtet, sodass die typischen "Biberburgen" entstehen. [1]
 
Der große Nager zeigt sich sehr anpassungsfähig und besiedelt heute nicht nur naturnahe, sondern auch stark veränderte Gewässer und Stadtbäche. [5]

 

Nahrung

 

Biber sind reine Vegetarier, die sich in den Sommermonaten hauptsächlich von Kräutern, Gräsern, Wurzeln und Sprossen ernähren. Wenn welche verfügbar sind, fressen sie auch Feldfrüchte. Im Winter greifen sie auf Baumrinde von Weichhölzern wie Pappel oder Weide zurück. [1]

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungtiere

 

Die monogamen Biber halten lebenslange Treue. Nur bei Tod eines Partners wird ein neuer gesucht. Die Paarung findet zwischen Januar und April unter Wasser statt. Nach einer Tragzeit von 105- 109 Tagen kommen Ende April/ Anfang Mai zwei bis drei Jungtiere zur Welt. In seltenen Fällen werden auch bis zu sechs Junge geboren. Junge Biber sind Nestflüchter, die ca. 2,5 Monate gesäugt werden, aber nach 8 Lebenstagen schon erste pflanzliche Kost zu sich nehmen. Mit einem Alter von 4- 6 Wochen unternehmen die Kleinen erste Ausflüge und gehen schwimmen. Das Tauchen müssen sie allerdings erst lernen. [1]

 

Soziales Verhalten

 

Biber leben im Familienverband in festen Revieren, die sie gegen Artgenossen verteidigen. In der Regel besteht eine Familie aus den Elterntieren, den Jungtieren und den Jungen des vergangenen Jahres. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife wandern die jungen Biber ab und suchen sich ein eigenes Revier, was sich oft ganz in der Nähe des elterlichen Gebiets befindet. Wenn alle potentiellen Reviere besetzt sind, kommt es häufig zu Beißereien. [1] 

 

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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Biber, Baden-Württemberg, Biologie