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Steckbrief Fledermaus

Fledermaus

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Der bevorzugte Lebensraum hängt von der jeweiligen Fledermausart ab. Alle Arten haben aber gemein, dass sie Quartiere benötigen, die ihnen vor ungünstigen Witterungseinflüssen sowie vor Feinden und ständigen Störungen Schutz bieten. Da sie sich keine eigenen Nester bauen, sind sie auf schon vorhandene Unterschlupfmöglichkeiten angewiesen. [3] Viele Arten suchen während des Sommers gerne Baumhöhlen oder Rindenspalten als Tages-/ Zwischen- oder Wochenstubenquartiere auf. Als Ersatz dienen für viele Arten wie Zwergfledermaus oder Mückenfledermaus Spaltenquartiere wie Holzfensterläden und Holzverkleidungen an Hauswänden. [1] Andere Arten wiederum beziehen meist Quartiere im menschlichen Siedlungsbereich. So bevorzugen das Große Mausohr, die Wimperfledermaus oder die Große Bartfledermaus ruhige, dunkle und warme Dachböden, um ihre Jungen aufzuziehen. Sie verstecken sich im Gebälk, hinter Ziegeln, in Mauernischen oder hängen frei in Sparrenfeldern. Kirchendachstühle und Glockentürme bieten eine Vielzahl von Unterschlupfmöglichkeiten und werden gerne aufgesucht. [1]

Ihren Winterschlaf verbringen viele Arten in Höhlen, Stollen, den Hohlräumen großer Brücken und in kühlen Kellern. [3]

 

Nahrung

 

Fledermäuse erjagen ihre Beute im Flug in freiem Luftraum, sammeln sie vom Blattwerk ab oder ergreifen sie nahe am Boden. [3] Dazu nutzen sie ihre Echoortung, mit der sie sehr starke, für das menschliche Ohr meist nicht hörbare Ultraschalllaute erzeugen, die sie durch das offene Maul oder die Nase abgeben. Die Schallwellen werden von Hindernissen in der Flugbahn zurückgeworfen und die Fledermäuse können anhand des Echos die Art sowie Entfernung und Richtung der Beute abschätzen. [1] [3]

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Die Paarung findet meist im Spätsommer bis zum Ende des Herbstes statt. Im Frühjahr sammeln sich die Weibchen und bilden kleine bis sehr große Gruppen, die "Wochenstuben" genannt werden. Die Geburten finden meist im Juni statt und in der Regel bekommt jedes Weibchen nur ein Junges pro Jahr. Dieses kommt nackt und blind auf die Welt und wird in den ersten Lebenstagen meist von der Mutter auf Jagdausflügen mitgetragen. Danach lässt das Muttertier das Junge während der Nahrungssuche alleine im Quartier zurück, bis es mit 3- 4 Wochen selbst erste Ausflüge unternimmt. [3]

 

 

 

  • Bartfledermaus im Winterschlaf  » Click to zoom ->

    Bartfledermaus im Winterschlaf

  • Breitflügelfledermaus  » Click to zoom ->

    Breitflügelfledermaus

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    Großer Abendsegler im Kasten

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    Mückenfledermaus

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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Fuchs, Rotfuchs, Baden-Württemberg, Biologie