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Steckbrief Waschbär

Waschbär

Lebensraum Land – Lebensraum Stadt

Durch seine hohe Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume ist der Waschbär gut in der Lage, sich an den städtischen Raum anzupassen [1]. Er ist ein guter Kletterer und bevorzugt strukturreiche Umgebungen, in denen es viele Versteck- und Fluchtmöglichkeiten gibt. Offene und baumlose Landschaften meidet er. Als Kulturfolger fühlt sich der Waschbär auch in durch Menschen genutzten Gebieten wohl. Selbst in den Zentren großer Städte trifft man ihn an [2]. Er durchsucht Parks, Müllkippen oder Gärten nach Fressbarem.

Der eigentlich dämmerungs- und nachtaktive Waschbär kann gelegentlich auch am Tag beobachtet werden [1]. Er bewegt sich auf dem Boden eher langsam vorwärts und flieht bei Gefahr auf Bäume. Außerdem sind Waschbären gute Schwimmer. Die Kleinbären bewohnen sowohl natürliche Verstecke wie Fels- oder Baumhöhlen als auch künstliche Unterschlupfmöglichkeiten wie Gartenhäuser und Rohre [3].

Nahrung

Der Waschbär hat als typischer Allesfresser ein sehr breites Nahrungsspektrum. Zu seiner Nahrung gehören Früchte, Blätter, Schnecken, Kleinsäuger, Vogeleier aber auch Aas und menschliche Abfälle [1]. Für gewöhnlich legt er sich im Herbst und Winter ein Fettpolster zu, um dann, je nach Region, bis zu 4 Monate Winterruhe zu halten [5]. Da die Nahrungsversorgung in den Städten aber auch im Winter gut bleibt, ist noch unklar, ob die städtischen Tiere dies auch machen.

Soziale Strukturen

Die Art und Weise wie Waschbären sich untereinander verhalten, kann je nach Lebensraum variieren. In Gebieten mit eingeschränktem Futterangebot gelten Waschbären als Einzelgänger. Ist das Nahrungsangebot allerdings sehr gut, bilden sich durchaus auch kleinere Grüppchen von mehreren Männchen oder mehreren Weibchen [3],[4]Nur zur Fortpflanzungszeit kommt es zum Kontakt zwischen den Geschlechtern [1].

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

Männchen und Weibchen treffen sich nur in der Paarungszeit in der sogenannten "Ranz" zwischen Januar und März, wobei das Männchen polygam lebt und nach der Paarung direkt weiterzieht. Im April und Mai kommen dann die 2-4 Jungtiere zur Welt, die von der Mutter in einem Versteck aufgezogen werden. Diese bleiben etwa bis zur nächsten Ranzzeit bei der Mutter und wandern dann ab [1].

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    Waschbär frisst

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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