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Steckbrief Widschwein

Widschwein

Lebensraum Land – Lebensraum Stadt

Das Wildschwein ist sehr anpassungsfähig und besiedelt fast alle Gebiete. Ausnahmen bilden Wüsten und Hochgebirge. Bevorzugt werden feuchte Flachlandgebiete und nahrungsreiche Laubwälder. Als Kulturfolger bewohnt das Wildschwein auch die vom Menschen genutzte Kulturlandschaft. Die großen Maismonokulturen bilden für das Wildschwein eine ideale Nahrungsquelle.

Aufgrund seiner guten Anpassungsfähigkeit findet das Wildschwein, auch in großen Städten, einen zunehmend attraktiven Lebensraum. Die Tiere finden gutes Nahrungsangebot vor und keine „Gefahr“ durch die Jagd. Häufig haben die Wildschweine sogar ihre Scheu vor den Menschen verloren [1].

Nahrung

Die Besonderheit bei der Nahrungssuche von Wildschweinen ist, dass sie ihre Nahrung nicht nur oberirdisch, sondern durch Wühlen auch unterirdisch finden. Ansonsten ist das Wildschwein ein typischer Allesfresser, was es ihm ermöglicht, flexibel die Nahrungsquellen zu wechseln und unterschiedlichste Habitate zu nutzen [1].

Aufgrund von günstigen Umweltbedingungen und einem damit einhergehenden besseren Nahrungsangebot, haben sich die Wildschweinbestände deutlich erhöht [1].

Soziale Strukturen

Das Schwarzwild lebt in sozialen Verbänden, den sogenannten Rotten. Die Führung der Rotte wird von der ältesten Bache übernommen. Ausgewachsene Keiler schließen sich der Rotte nur während der Fortpflanzungszeit (Rauschezeit) an. Zu einer Rotte können bis zu 50 Tiere gehören. Meist sind es aber zwischen 3 und 10 Tiere [1].

Wenn das Schwarzwild wenig von Menschen beeinflusst wird, ist es vorwiegend in der Dämmerung oder am Tag aktiv. Die heutzutage anzutreffende Nachtaktivität ist vermutlich hauptsächlich auf Störungen durch den Menschen zurückzuführen [1].

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

Im Alter von acht bis zehn Monaten werden Wildschweine geschlechtsreif. Die Anzahl der Jungen variiert je nach Alter der Bachen (weibliches Tier). Ältere Bachen haben dabei mehr Junge als die jüngeren Bachen. Vor der Geburt legt die Bache an einem störungsfreien Ort einen Wurfkessel an, wo die Jungen zur Welt kommen. Der Wurfkessel wird nach ein bis drei Wochen aufgegeben. Nach zwei Wochen beginnen die Jungen mit der Aufnahme von fester Nahrung, werden aber noch bis zu einem Alter von drei bis vier Monaten gesäugt [1].

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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Wildschwein, Baden-Württemberg, Biologie