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Steckbrief Wildschwein

Wildschwein

Krankheiten

Die durch Viren verursachte klassische Schweinepest (KSP) sowie die Afrikanische Schweinpest gehören zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und sind die für das Wildschwein gefährlichsten Infektionskrankheiten. Die Schweinepest kann sehr leicht auch auf Hausschweine übertragen werden. Die Sterblichkeit ist mit Abhängigkeit vom Alter mit 30 bis 90 % sehr hoch. Eine Übertragung der Krankheit kann durch direkten Kontakt oder durch Kontakt mit Kot, Harn oder Speichel von infizierten Tieren und auch durch die Aufnahme von virushaltigen Speiseabfällen zustande kommen. Eine Gefahr für den Menschen besteht nicht, da die Schweinepest nicht auf den Menschen übertragbar ist. Wildschweine sind potenzielle Trichinenträger. Da der Verzehr von trichinenhaltigem Fleisch beim Menschen zu einer schweren Krankheit führen kann, muss jedes erlegte Stück Schwarzwild amtlich auf die Larven dieser Rundwürmer untersucht werden. Auf Grund der Tollwutfreiheit infolge der Immunisierung der Füchse, spielt die Tollwut bei Wildschweinen keine Rolle mehr[1].

Aktuell besteht die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest aus Osteuropa nach Deutschland.

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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