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Steckbrief Habicht

Habicht

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Habichte galten bisher immer als recht scheue Greifvögel und viele Sichtungen waren häufig Zufallsbeobachtungen. Sie bevorzugen Deckung durch Nadelbäume, kommen aber auch in Mischwäldern vor. Neuerdings gibt es auch Habichtpopulationen in Stadtgebieten, z. B. in Berlin, Hamburg, Kiel und Köln. Der Habicht findet in der Stadt genügend Beutetiere und Brutplätze. [2]

 

Nahrung

 

Habichte ernähren sich überwiegend von kleinen bis mittelgroßen Vögeln und Säugetieren bis zu einem Gewicht von max. 1 kg. Seine Flügel sind kurz, breit und abgerundet, das Schwanzgefieder ist zum Körperverhältnis relativ lang. Diese Eigenschaften des Gefiederaufbaus und der Anatomie befähigen ihn, den Jagdflug auf fliegende und laufende Beute schnell und besonders wendig zu vollziehen. In der Regel im überraschenden Verfolgungsflug, der aber nie über große Distanzen geht. Dabei ist der Habicht sehr mutig und nimmt es mit Beutetieren in der Größe auf, welche seinem Körpergewicht entsprechen oder sogar schwerer sind. Nur wenn es im Winter durch Schneefall zu Nahrungsengpässen kommt, nutzt der Habicht auch Aas an Luderplätzen als Futterquelle. Im Lebensraum Stadt jagt der Habicht bevorzugt Stadttauben, nimmt aber auch Eichhörnchen, Kaninchen, Rabenvögel, Amseln usw..

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Die Partner eines Paares bleiben lebenslang zusammen und sind dabei sehr reviertreu. Der Horst wird hoch auf alten Bäumen erbaut. Die Balz findet im Januar/ Februar statt und es wird einmal im Jahr gebrütet. Meist werden Ende März/ Anfang April 3 oder 4 leicht grünlichweiße Eier gelegt. Die Brutdauer beträgt 38 bis 42 Tage, die geschlüpften Jungen bleiben etwa 36 bis 40 Tage am Horst. Im Alter von etwa 2 bis 3 Monaten verlassen sie das elterliche Revier. [2]

 

Soziale Strukturen

 

Habichte sind außerhalb der Paarungszeit Einzelgänger.

  • Brustgefieder  » Click to zoom ->

    Brustgefieder

  • Schwanzfedern  » Click to zoom ->

    Schwanzfedern

  • Nestling  » Click to zoom ->

    Nestling

  • Jungvogel  » Click to zoom ->

    Jungvogel

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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