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Steckbrief Kanadagans

Kanadagans

 

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Im nordamerikanischen Tiefland brüten Kanadagänse bevorzugt an Binnenseen der Prärie- und Ackerbaugebiete. Weiterhin nutzen sie Sumpfvegetation und langsam fließende Flussabschnitte. In Europa brüten sie gehäuft an vom Menschen stark beeinflussten Gewässern, an Rieselfeldern, Kiesseen und zunehmend an Parkgewässern und Teichen. [7] [8] [9]
Wichtig ist, dass an das Gewässer ein Gebiet angrenzt, das sich zum Weiden eignet. In Überwinterungsgebieten ist die Wahl des Gewässers weniger spezifisch. So kann man sie dann auch an der Küste, auf Stoppelfeldern und Grasland beobachten.
Im Allgemeinen ist die Kanadagans toleranter gegenüber menschlichen Störungen als die hier ebenfalls heimische Graugans. [3] 

 

Nahrung

 

Die größten in Europa vorkommenden Wildgänse ernähren sich rein vegetarisch von jungen Gräsern, Kräutern und Wasserpflanzen. Besonders in Herbst und Winter suchen sie sich ihre Nahrung auf Getreide-,  Raps-, und Maisfeldern. [10]

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Die Verpaarung erfolgt bei Kanadagänsen bereits im 2. Lebensjahr, obwohl sie meist erst im 3. Lebensjahr erfolgreich brüten. [2] In der Regel erfolgt die Paarung auf dem Wasser. Das Weibchen baut eine flache Nestmulde auf festem Boden und bevorzugt dabei Stellen, von denen aus es das angrenzende Gebiet gut beobachten kann. Es ist die nächsten 28 Tage alleine für das Ausbrüten der ca. 5- 6 cremeweißen Eier zuständig, während das Männchen in der Nähe Wache hält. Nach dem Schlupf verlassen die jungen Gänse das Nest und erreichen nach etwa 60 bis 70 Tagen ihre Flugfähigkeit. In der Zeit der Aufzucht und der Brut zeigen die Männchen starkes Aggressionsverhalten gegen andere Kanadagänse. [2]

 

Soziales Verhalten

 

Kanadagänse führen eine monogame Dauerehe, ein Paar bleibt also ein Leben lang zusammen. Die Jungtiere eines Jahres bleiben den Winter über bis zur nächsten Brut bei ihren Eltern und sind auch danach noch gelegentlich mit ihnen anzutreffen. [2] [11]
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    Gründelnde Kanadagänse

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    Küken

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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