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Steckbrief Nilgans

Nilgans

Steckbrief

 

Lateinischer Name: Alopochen aegyptiacus
Klasse: Vögel
Ordnung: Gänsevögel
Größe: 65- 75 cm
Flügelspannweite: 135 cm
Gewicht: 1800- 2200 g
Lebenserwartung: 15 Jahre
Nahrung: überwiegend pflanzlich (Gräser, Getreide, Wasserpflanzen)
Verbreitung: natürlicher Verbreitungsschwerpunkt in Ost- und Südafrika, invasiv in Europa (verbreitet in Belgien, den Niederlanden, Deutschland)
Lebensraum: Flussauen, Savannensümpfe, Regenrückhaltebecken, Talsperren
Zugvogel: Kurzstreckenzieher, Standvogel
Natürliche Feinde: Mensch, Greifvögel, Fuchs, Marderhund
Feinde im Siedlungsraum: Hunde, Jagd (in NRW)
Brutzeit: Mai- Juni, Nach-/ Mehrfachbruten möglich
Geschlechtsreife: im 2.-3. Lebensjahr

 

[1] [2]

 
Hier können Sie sich Lautfolgen von Nilgänsen anhören:

 

 

Autor: Tembrock, Günter/ Tierstimmenarchiv Berlin

Haben Sie eine Nilgans gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung auf Wilde Nachbarn Baden- Württemberg.

Verbreitung in Baden-Württemberg

 

Die ursprünglich in Afrika beheimateten Nilgänse wurden seit dem 17. und 18. Jhd. in Parks und Menagerien Großbritanniens und Mitteleuropas gehalten. Aus der Gefangenschaft geflüchtete Individuen breiteten sich über die Niederlande und Belgien entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse aus, sodass 1884 die ersten freifliegenden Nilgänse innerhalb Deutschlands beobachtet werden konnten. [3] Der erste Brutnachweis in Baden- Württemberg erfolgte 1993, regelmäßige Bruten fanden jedoch erst seit der Jahrtausendwende statt. Von 2006 bis 2009 hat sich die Zahl der baden- württembergischen Jagdbezirke mit Brutnachweisen um 50 % erhöht, im Jahr 2008 wurde die Zahl der Brutpaare auf 35 geschätzt. [4] [5] [6]
Die meisten Brutgebiete liegen entlang des Rheins, aber es sind auch Bruten aus anderen Gebieten bekannt z.B. beim Bucher Stausee, bei der Reichenau und bei Neckartenzlingen. Auch außerhalb der Brutzeit ist ein Populationsanstieg zu verzeichnen. So wurden in den letzten Jahren in den Wintermonaten entlang der Flüsse Kinzig und Rhein Gänsetrupps mit 50 bis 150 Individuen gezählt. [6]

 

 

 

 

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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