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Steckbrief Schleiereule

Schleiereule

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Die Schleiereule ist ein sogenannter Kulturfolger. Sie benötigt Kulturlandschaften, in denen es ein ausreichendes Nagerangebot gibt. Gerne nutzt sie dies in Kombination mit Bauernhöfen und Viehhaltung. Insbesondere dort, wo Nutztiere gehalten werden, gibt es zahlreiche Mäuse, die die Hauptnahrung der Schleiereule ausmachen.

 

Nahrung

 

Schleiereulen sind ausgesprochene Mäusejäger und bevorzugen in Mitteleuropa insbesondere die Feldmaus. Nur selten werden Kleinvögel gefangen und somit ist die Schleiereule in ihrem Vorkommen sehr abhängig von dem Nagetiervorkommen. In der Regel werden die Mäuse über Ansitzjagd oder beim Pirschflug über dem Boden erbeutet. Die Schleiereule rüttelt auch hin und wieder im Flug, so wie man es vom Turmfalken kennt. Das Gehör ist bei der Schleiereule extrem gut ausgebildet und ermöglicht der Eule beste Jagderfolge, egal wie dunkel es draußen ist. Sie verschlingt Mäuse meist im Ganzen. Dadurch, dass die Schleiereule ein hochspezialisierter Mäusejäger ist, bekommt sie insbesondere bei geschlossener Schneedecke schnell Probleme, genügend Nahrung zu finden. Hier kommt es aufgrund des Hungertodes zu einer erhöhten Sterblichkeit in den Wintermonaten.

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Bei Schleiereulen verläuft die Balz teils sehr lautstark. Sie bauen kein eigentliches Nest, nutzen aber Gewöllplätze gerne als Nestuntergrund. Gewölle werden somit aktiv zerknabbert, wodurch ein guter Untergrund geschaffen wird. So ist es für die Eule möglich, auf unterschiedlichsten Unterlagen zu brüten wie z. B. in Kirchtürmen oder auf Scheunenbretterböden. Der Legebeginn erfolgt für gewöhnlich im April, bei gutem Nahrungsangebot brütet die Schleiereule auch zweimal im Jahr. Die Schleiereule legt meist 4 bis 7 Eier. Sie kann im Gegensatz zu anderen Eulen auch 9 bis 12 Eier (max. 15) legen. Die Brutdauer beträgt 30 bis 34 Tage. Da die Schleiereule alle 2 Tage ein Ei legt und sofort nach dem zuerst gelegten Ei mit dem Bebrüten beginnt, kommt es bei den Jungvögeln zu deutlichen Alters- und somit auch Größenunterschieden. Die Eulen sind beim Schlupf noch blind und öffnen erst ab dem 10. Tag langsam die Augen.

Droht Jungvögeln Gefahr, sind sie fähig, in eine sogenannte Schreckstarre zu verfallen. Sie liegen dabei auf der Seite oder dem Rücken und bewegen sich nicht mehr.

 

Soziale Strukturen

 

Die Schleiereule lebt vorwiegend einzelgängerisch. Beim Zugverhalten kann es auch einmal zur Gruppenbildung kommen. [2]

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    Schleiereule im Flug

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    Schleiereule

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    Jungtier

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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