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Steckbrief Turmfalke

Turmfalke

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Der Turmfalke ist ein Nestbezieher, er baut also kein eigenes Nest, sondern nutzt  bereits erbaute Rabenvogelnester oder Greifvogelhorste. Des Weiteren bevorzugt er je nach Lebensraum und Möglichkeiten Brutplätze an hohen Bauwerken wie Kirchen, Wassertürmen, Hochhäusern, Häusern mit Dachgiebeln oder Vorsprüngen.  Da der Turmfalke niedrigen Bodenbewuchs benötigt, um nach Nagern zu suchen, hält er sich auch gerne an Friedhofsanlagen oder Sportplätzen auf.

 

Nahrung

 

Bekannt ist sein sogenannter Rüttelflug  bei der Nahrungssuche. Hierbei steht er eine Weile an einer Stelle (gerne in Höhen von 10 bis 20 Meter) in der Luft und schlägt rasch mit seinen Flügeln. Umgangssprachlich nennt man ihn daher auch schon mal Rüttelfalke. Diese Art der Nahrungssuche nutzt er vor allem, wenn er nach Mäusen Ausschau hält. Turmfalken können auch regelmäßig am Straßenrand beim Rüttelflug beobachtet werden. Insbesondere an Autobahnen weiß er genau, dass am vorhandenen Grünstreifen Mäuse zu finden sind.

Der Turmfalke ernährt sich von dem, was gerade zu finden ist. So kann er vermehrt Singvögel fangen, wenn nicht genügend Mäuse vorhanden sind. Dies trifft in der Stadt häufiger zu. Großinsekten können ebenfalls den Speiseplan in den Sommermonaten sehr gut bereichern. Auch die Aufnahme von Regenwürmern ist möglich. Je nach Beutetierwahl  können seine Jagdformen vom Rüttelflug auch in Ansitzjagd oder Jagdflüge wechseln.

Er fängt mit seinen Füßen die Beute und tötet sie mit seinem am Schnabel befindlichen sogenannten Falkenzahn. Turmfalken sind Bisstöter.

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Turmfalken zeigen eine gewisse Brutplatztreue und kehren, wenn möglich, gerne jedes Jahr zum Brutplatz zurück. Es werden meist zwischen April und Mitte Mai 4 bis 6 braun gefleckte Eier gelegt. Die Brutdauer beträgt 28 bis 29 Tage und die anschließende Nestlingsdauer liegt bei 28 bis 32 Tagen. Nach dem Ausfliegen werden die Jungtiere noch etwa 2,5 Wochen von den Altvögeln mit Nahrung versorgt, danach sind sie selbstständig. Alle Turmfalkenjungtiere sehen zunächst weibchenfarbig aus, erst nach einem Jahr vermausern die Turmfalken, so dass äußerliche Merkmale beim Männchen wie der graue Kopf und das grauen Schwanzgefieder offensichtlich zu erkennen sind. [2]

 

Soziale Strukturen

 

Turmfalkenpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen. Nach der Aufzucht verlassen die Jungvögel das elterliche Gebiet und suchen sich ein eigenes Revier.

  • Schwanzgefieder Weibchen  » Click to zoom ->

    Schwanzgefieder Weibchen

  • Turmfalke Männchen  » Click to zoom ->

    Turmfalke Männchen

  • Turmfalke im Rüttelflug  » Click to zoom ->

    Turmfalke im Rüttelflug

  • Turmfalkengelege  » Click to zoom ->

    Turmfalkengelege

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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