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Aktuelles

 

Blühende Gärten- damit es summt und brummt!

Das neue Projekt des NABU berät zur Gestaltung und Förderung naturnaher Gärten. Auf der Projektseite erhält man Tipps, wie man Privatgärten und Gewerbegebiete in ein Paradies für Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse verwandeln kann. Aktuell kann man bei einem Quiz eine individuelle Gartenberatung gewinnen! Weitere Informationen gibt es auf der Website des NABU.


 

 

Von Mardern und Autos

 

Im Juli und August ist Paarungszeit bei den Steinmardern. Bei den flinken Mardern geht es in dieser Zeit ziemlich heiß her. Nun verteidigen die Männchen als auch die Weibchen ihr Revier besonders stark gegen Rivalen. Ab und zu kann man ihr lautes Kreischen oder ein Knurren und Muckern hören. Nachts sieht man sie als kleine Schatten unter parkende Autos huschen.

Am Morgen dann erlebt so mancher Autobesitzer eine schöne Bescherung. Die abgestellten Autos bieten ideale Spiel- und Versteckmöglichkeiten. Meistens passiert durch den Besuch eines Marders gar nichts. Die Tiere ruhen sich im Motorraum aus oder verspeisen dort ihre Beute. Manch einer wunderte sich schon über Brötchenreste oder Eierschalen auf dem Kühler. Es kann aber passieren, dass die Marder den Motorraum mit ihren Zähnen erkunden und dabei Zündkabel beschädigen. Die größten Schäden entstehen während der Paarungszeit, wenn der Geruch eines fremden Steinmarders im Motorraum dazu führt, dass ein anderer Steinmarder seine Wut auf den Rivalen an Kühlwasserschläuchen und Stromleitungen auslässt.

Um die Technik im Auto zu schützen, werden verschiedene Maßnahmen diskutiert. Am erfolgversprechendsten gilt die Verlegung von Hochspannungskabeln im Motorraum. Beim Hereinklettern bekommt der Marder einen elektrischen Schlag, was ihn vor weiteren Versuchen abhalten sollte. Für eine gewisse Zeit kann ein gewölbter Kaninchendraht helfen, der unter das geparkte Auto gelegt wird. Der wackelige Untergrund verunsichert den Steinmarder. Auch die Ummantelung von Kabeln und Schläuchen kann Schutz bieten. 

Haben Sie einen Steinmarder davonhuschen sehen? Oder sind Ihnen Pfotenabdrücke auf Ihren Autoscheiben aufgefallen? Hatten Sie gar schon einen "Marderschaden"? Teilen Sie es uns mit und melden Sie Ihre Beobachtung auf Wilde Nachbarn BW!

Foto: © Beate Ludwig

 


 

Was tun mit verwaisten Wildtieren?

 

Was tut man, wenn man ein einsames Wildtierjunges findet? Ein kurzer Bericht hierzu erschien kürzlich in der SWR Landesschau.

 

Rehkitz

 


 

Jungfüchse auf Entdeckungstour

 

Füchse sind häufige Bewohner des Siedlungsraumes. Die schlauen Tiere haben sich gut an das Leben in Städten und Dörfern angepasst und sind nicht nur in Gärten und Parks, sondern auch im dicht bebauten Stadtzentrum anzutreffen. Wie viele Wildtiere haben auch Füchse nun Nachwuchs und so können in dieser Zeit auch in Städten spielende Jungfüchse vor ihren Bauen beobachtet werden.

Die jungen Füchse kommen meist in der ersten Aprilhälfte blind zur Welt und wiegen bei der Geburt gerade mal 100g. In den ersten drei Wochen werden sie von der Fähe gesäugt, die in dieser Zeit nur selten den Bau verlässt und vom Rüden mit Futter versorgt wird. Die kleinen Füchse entwickeln sich schnell und öffnen nach zwei Wochen ihre Augen. Schon nach vier Wochen beginnen sie, feste Nahrung zu fressen und wagen sich erstmals vor den Bau. Dort werden sie in den nächsten Wochen spielerisch ihre Umgebung erkunden und beim Herumtoben mit ihren Geschwistern soziale Verhaltensweisen erlernen. Mit der Zeit werden ihre Erkundungstouren immer größer und bereits nach drei bis vier Monaten können sie sich alleine versorgen.

Füchse Sophia Kimmig

Foto: Fuchsfamilie in Berlin/ © Sophia Kimmig

Da die jungen Füchse noch unerfahren und neugierig sind, verhalten sie sich dem Menschen gegenüber weniger scheu. Ihre Zutraulichkeit ist nicht automatisch ein Hinweis auf eine Krankheit. Sie haben noch nicht gelernt, sich vor Menschen in Acht zu nehmen. Wichtig ist, sich bei einer Begegnung mit einem Jungfuchs trotz ihres niedlichen Aussehens nicht zu nähern, sie nicht anzufassen und nicht zu füttern. Der Fuchs ist ein Wildtier und sollte nicht zusätzlich an den Menschen gewöhnt werden. Wer herumtollende Jungfüchse entdeckt, sollte sie nur aus der Ferne beobachten oder fotografieren, sich aber vom Bau fernhalten, um die Tiere nicht zu stören.

Haben Sie einen Fuchs gesehen oder Spuren von ihm entdeckt? Unterstützen Sie unsere Forschung und melden Sie Ihre Beobachtung auf www.bw.wildenachbarn.de !

Füchse Judith Niggli/wildenachbarn.ch

Foto: Jungfüchse/ © Judith Niggli/ wildenachbarn.ch

 


 

Aktion- Osterhase oder Osterkaninchen?

 

Die Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement führt eine Osteraktion durch und ruft die Bevölkerung dazu auf, Feldhasen und Kaninchen auf der Meldeplattform „Wilde Nachbarn“ einzutragen. Auf diese Weise erhoffen sich die Forscher, Daten zu Feldhasen und Wildkaninchen im Siedlungsraum gewinnen zu können. Gleichzeitig wird die Bevölkerung darin geschult, beide Arten zu unterscheiden.

Machen Sie mit bei unserer Osteraktion!

Melden Sie Ihre Beobachtungen von Feldhasen und Wildkaninchen über unser Internetportal "Wilde Nachbarn Baden-Württemberg". Möchten Sie an der Aktion teilnehmen, tragen Sie im Kommentarfeld der Meldung „Osteraktion“ ein. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir wilde Preise! Die Aktion läuft vom 16. März bis 8. April.

Auch andere Wildtiermeldungen sind willkommen! Wir freuen uns auf Ihre Meldungen!

Screenshot Osteraktion

Bild: Meldeformular auf bw.wildenachbarn.de. Tragen Sie das Wort "Osteraktion" ins Kommentarfeld ein. 

Wie unterscheiden sich Feldhasen und Wildkaninchen?

Das erste Unterscheidungsmerkmal sind die Ohren. Die Löffel des Feldhasen sind deutlich länger und haben schwarze Spitzen. Das Gesicht des Feldhasen ist zudem länglicher und seine Augen haben eine gelbe Iris. Dahingegen sind die Ohren des Wildkaninchens kurz und es hat einen runden Kopf mit großen dunklen Augen. Insgesamt wirkt das Wildkaninchen kompakter und ist deutlich kleiner als der Feldhase.

Gegenüberstellung Hase und Kaninchen

Neben dem Aussehen unterscheidet sich auch die Lebensweise beider Arten. Der Feldhase ist ein Einzelgänger und nur zur Paarungszeit sieht man mehrere Hasen zusammen. Die männlichen Feldhasen, die Rammler, liefern sich in dieser Zeit rasante Verfolgungsjagden mit den Häsinnen, die man hakenschlagend auf dem Feld beobachten kann. Ruhe suchen Feldhasen in flachen Mulden, auch Sasse genannt, im hohen Gras, auf dem Feld und an Waldrändern. Dank ihres Fells sind sie dort gut getarnt.
Wildkaninchen hingegen sind sehr soziale Tiere, die in Gruppen mit 8- 10 Artgenossen leben. Zusammen legen sie tiefe, weitverzweigte Baue mit mehreren Eingängen an. In diesen Bauen werden mehrere Male im Jahr blinde und nackte Jungtiere geboren. Wildkaninchen sind „Nesthocker“, die nach 10 Tagen ihre Augen öffnen und nach 4 Wochen selbstständig werden.
Feldhasenjunge allerdings sind sogenannte „Nestflüchter“. Sie haben bei der Geburt schon Fell und können sehen. Wenige Tage nach der Geburt erkunden sie ihre Umgebung und werden von ihrer Mutter noch 2-3 Wochen gesäugt, bevor sie selbstständig werden.

In Parks, Friedhöfen und Gärten kann man am ehesten Wildkaninchen begegnen, da diese sandiges Gelände mit Hecken, Büschen und lichten Waldungen bevorzugen. Feldhasen sind Bewohner von offenen Feldern und Wiesen wo sie sich von Wildblumen und Wildkräutern ernähren.

  Feldhase Wildkaninchen
Körperbau Lange Ohren mit schwarzen Spitzen; längliches Gesicht Kurze Ohren; rundes "kindliches" Gesicht mit dunklen Augen
Länge und Gewicht 45- 70 cm; 4- 7kg 25- 58 cm; 1- 3kg
Fell Braun, erdfarben Braun bis grau
Jungtiere

Nestflüchter, behaart, sehend

Nesthocker, nackt, blind
Sozialverhalten Einzelgänger sehr gesellig, lebt in Gruppen
Lebensraum Feldflur, Wiesen Strukturreiches Gelände mit lockerem Boden

 

Wo kann ich Feldhasen oder Wildkaninchen beobachten?

Gute Chancen Wildkaninchen zu beobachten hat man in Kleingärten, Parkanlagen, auf Friedhöfen und Sportplätzen. Feldhasen kann man beim Äsen auf Grünflächen, Äckern und Wiesen antreffen. Beide Arten sind am besten in der Dämmerung zu beobachten.

 


 

Ein Haus für Stadttauben

In Böblingen wurde ein Taubenschlag errichtet um die Taubenpopulation in der Stadt besser kontrollieren zu können.

Stadttauben die am Bahngleis nach Essensresten suchen, auf der Einkaufsmeile im Tiefflug über die bummelnden Menschen hinweggleiten und mit verkrüppelten Füßen unter der Parkbank sitzen, sind ein gewohnter Anblick in den meisten unserer Städte. Auf der Suche nach Futter kommen sie in die Innenstädte, in denen sie aber nur weggeworfene Pommes, Eis und Brotkrumen vorfinden. Als eigentliche Körnerfresser leiden sie so ständig unter Hunger und Krankheiten. Die meisten Menschen fühlen sich durch bettelnde Tauben und auch ihren Kot gestört, der teilweise starke Schäden an Gebäuden anrichtet.

Mancherorts versucht man dem mit Einfangen und Töten der Tiere Herr zu werden. Solche Aktionen zeigen aber kaum Erfolg, da sie nicht an der Ursache ansetzen. Zudem sind solche Tötungsaktionen tierschutzrechtlich fragwürdig.

Die Stadt Böblingen folgt nun mit der Errichtung eines Taubenhauses anderen Städten wie Erlangen, Tübingen oder Hannover. Mitarbeiter der Stadt füttern die Tauben dort regelmäßig, reinigen den Schlag und ersetzen die gelegten Eier mit Attrappen, um die Zahl der Tiere langfristig zu reduzieren. Ob das Austauschen der Gelege die Zahl der Tauben in der Stadt verringern wird, wird sich zeigen. Die Erfahrungen anderer Städte zeigen aber, dass die Tauben viel mehr Zeit innerhalb des Taubenschlags verbringen und es somit weniger Verschmutzungen durch Kot gibt. Außerdem sind die Tiere satt, gesünder, weniger krankheitsanfällig und betteln nicht mehr am Bahnhofskiosk um Futter.

Den Artikel zum Thema in der Leonberger Zeitung.

 

Stadttaube Pixabay

Foto: Pixabay.de

 


 

 

Die Fledermäuse des Freiburger Münsters

 

Seit vielen Jahren ist das Freiburger Münster als wichtiges Winterquartier für Fledermäuse wie die Zwerg- oder Zweifarbfledermaus dokumentiert. Auch der ein oder andere Abendsegler sowie graue Langohren konnten in der Vergangenheit dort gesichtet werden (Quelle: Freiburger Institut für angewandte Tierökologie).

Die Studentin Linda Bierl möchte im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Universität Freiburg an die bisherige Forschung anknüpfen. Sie möchte herausfinden, welche Fledermausarten den diesjährigen Winter im nördlichen Hahnenturm als Quartier nutzten und wie sich die Temperatur auf deren Aktivität auswirkte. Dazu kontrollierte sie in Zusammenarbeit mit der AG Fledermausschutz von November bis Februar schon bekannte Quartiere und Felsspalten regelmäßig und bestimmte die gefundenen Fledermäuse. Um die Aktivität der Tiere zu messen, installierte Linda Bierl einen Fledermausdetektor im Turm, der die ausgestoßenen Rufe der Fledermäuse aufnahm.

Nach aktuellem Stand befanden sich ausschließlich Zwerg- und Zweifarbfledermäuse im Hahnenturm, die sogenannte Cluster mit bis zu über 100 Individuen bildeten. Die Fledermäuse waren den ganzen Winter über aktiv, wobei sich ihr Aktivitätsverhalten mit der Temperatur veränderte.

Momentan steckt die Studentin noch in der statistischen Auswertung. Ihr Fazit: „Mich hat die Arbeit mit den stillen Bewohnern des Münsters wirklich gefesselt und ich bin auf weitere Ergebnisse gespannt!“

Zwergfledermaus in Spalte © Linda Bierl

Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) in einer Felsspalte

Zweifarbfledermäuse © Linda Bierl

Zweifarbfledermäuse (Vespertilio murinus) zwischen Wand und Decke

 

 


 

 

Kaninchenpest im Freiburger Dietenbachpark

 

Unter den Wildkaninchen im Freiburger Dietenbachpark grassiert anscheinend das Myxomatose- Virus. Es wurden schon mehrere apathisch wirkende Tiere mit geschwollenen und verklebten Augen gesehen, was typische Symptome für die sogenannte Kaninchenpest sind. Das Virus wird hauptsächlich durch Stechmücken übertragen und führt unbehandelt zum Tod der Tiere. Hauskaninchen können durch eine Impfung vor einer Ansteckung geschützt werden, für andere Haustiere und den Menschen besteht keine Gefahr einer Übertragung. Da eine Verbreitung verhindert werden soll, rät das Veterinäramt dazu, erkrankte Tiere nicht anzufassen. Tote Tiere können dem Städtischen Forstamt gemeldet werden 0761/201-6213.

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Krankheiten.

 


 

 

Erste Wildtierbeauftragte für den Kreis Göppingen

 

Der Landkreis Göppingen macht es vor und schafft eine Ansprechstelle für Wildtiere. Damit ist der Kreis einer der ersten in Baden- Württemberg, der Ressourcen für die Funktion des Wildtierbeauftragten bereitstellt, die auf das neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz zurückgeht. Wer Fragen oder Probleme mit Fuchs, Steinmarder und Co. hat, kann sich nun Rat bei Patricia Brandbeck holen. Hier geht es zur Pressemitteilung des Landkreises.

 


 

 

"Tiergestütztes Gestalten" von Städten

 

Der Bayerische Rundfunk berichtet über das von Wissenschaftlern der TU München und Kassel entwickelte Programm des "Animal Aided Design (AAD)". Mit diesem Konzept werden die Bedürfnisse von Wildtieren bei der Städteplanung von Anfang an mitberücksichtigt, um ihnen einen Lebensraum zu schaffen und die Stadt für sie attraktiver zu machen. Hier geht es zum Videobeitrag. Weitere Informationen stehen auf den Seiten der TU München zur Verfügung.

 

 


 

 

Glimpflich abgestürzt

 

Dieser kleine Turmfalke hatte Glück im Unglück! Er wurde von aufmerksamen Studenten in Tübingen gefunden, nachdem er aus dem Nest gefallen war. Durch Internetrecherche stießen diese auf unsere Website http://wildtiere-stadt.wildtiere-bw.de/ und fanden hier die Kontaktdaten der Greifvogelhilfe. Diese leitete den Hilferuf an Stephan Wunderlich vom Deutschen Falkenorden Baden- Württemberg weiter, der sich nun des kleinen Greifvogels angenommen hat. Herr Wunderlich berichtet, dass aufgrund des anhaltenden Regens die Altvögel momentan nicht genügend Mäuse finden und die Jungen deshalb unruhig werden und aus den Nestern fallen. Da der Horst des Turmfalken auch nach intensiver Suche nicht aufzufinden und der kleine Vogel stark unterernährt und unterkühlt war, wird er nun aufgepäppelt. Um wieder zu Kräften zu kommen, füttert Herr Wunderlich ihn mit Eintagsküken und Mäusen. Sobald es ihm besser geht, könnte er einem anderen Horst mit gleichaltrigen Geschwistern zugesetzt werden, da eine Adoption meist problemlos verläuft. Sollte sich kein Ersatzhorst finden, wird der Kleine im sogenannten „Wildflugverfahren“ ausgewildert. Bei dieser Methode werden die Jungvögel in kleinen Gruppen mit gleichaltrigen Artgenossen in Auswilderungsboxen gehalten und einmal am Tag vom Pfleger gefüttert, ohne dabei mit diesem in Kontakt zu kommen. So soll eine Gewöhnung an den Menschen vermieden werden. In den Auswilderungsanlagen finden die Jungvögel Schutz. Nach kurzer Eingewöhnungsphase werden die Anlagen dann geöffnet, die Jungvögel weiterhin gefüttert. Nach und nach verwildern sie in der Folge, trainieren ihre Flugmuskulatur und beginnen erfolgreich und selbstständig zu jagen-  bis dahin werden sie von Fachleuten dabei unterstützt.

Wir wünschen der Aufzucht des kleinen Turmfalken viel Erfolg und freuen uns, dass unsere Plattform zur Vermittlung beigetragen hat!

 

Turmfalke Foto: Stephan Wunderlich

 

Junger Turmfalke Foto: © Stephan Wunderlich

 

 


 

Haussperling erneut häufigste Art in deutschen Gärten

 

An der Stunde der Gartenvögel, die im Mai bundesweit zum zwölften Mal stattfand, beteiligten sich zahlreiche Freiwillige und meldeten knapp 1,1 Millionen beobachtete Vögel. Allein in Baden- Württemberg wurden 92.299 Vögel in 2696 Parks und Gärten gezählt. Wie im Vorjahr war der Haussperling der am häufigsten beobachtete Vogel, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise. Der Star zählt zu den Gewinnern, da er in allen Gärten häufiger gezählt wurde, wohingegen bei Mauersegler und Mehlschwalbe ein Abwärtstrend zu verzeichnen ist. Als Ursachen für die Bestandsabnahme vieler Arten nennt der NABU den Rückgang der Insektenbestände und den Verlust von Brutplätzen. Weitere Informationen, Zahlen und Daten aller Bundesländer und Arten finden Sie auf den Seiten des NABU.

 

Kohlmeise © Karl Dichtler/Pixelio.de

 

Kohlmeise  Foto: © Karl Dichtler/ Pixelio.de

 

 


 

 

Saatkrähen tummeln sich in Dörfern und Städten

 

Da sie auf dem Land immer weniger Nahrung finden, ziehen die Rabenvögel in die Städte und gelten damit als echte Kulturfolger. Der Bestand der in Städten brütenden Saatkrähen ist in Baden- Württemberg in den letzten Jahren stetig gewachsen. Vielerorts werden die schwarzen Vögel mittlerweile als Plage angesehen, da parkende Autos und Gehwege durch herabfallenden Kot beschmutzt werden und sich viele Menschen von dem lauten Krächzen zahlreicher Krähen gestört fühlen. Häufig werden Rufe nach Abschuss oder Vergrämung der Vögel laut. Die Saatkrähe ist jedoch landesweit streng geschützt. In einigen Kommunen werden nun Maßnahmen erprobt, wie der Konflikt zwischen Mensch und Vogel entschärft werden kann. Mehr zum Thema und zu Saatkrähen erfahren Sie im Steckbrief

 

Saatkrähe (c) Frederic Bauer

Saatkrähe Foto: © Frederic Bauer


 

Beiträge der Tagung "Wildtiere im Siedlungsraum" vom 25.02.2016 in Malsch

Wildtierkrankheiten und Zoonosen (Kurzfassung) [pdf]

Dr. Kerstin Rigbers, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe

Wer darf was, wann, wie? Vorstellung einer Handlungsmatrix zum Umgang mit Wildtieren in Karlsruhe (Kurzfassung) [pdf]

Dr. Alexandra Börner, Stadtverwaltung Karlsruhe, Ordnungs- und Bürgeramt

Rotfüchse (Vulpes vulpes) in der Millionenstadt Berlin: Der Kiezfuchs als Teil des Stadtbildes und seine Wahrnehmung in der Bevölkerung (Kurzfassung) [pdf]

Sophia Kimmig, Leibniz- Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V., Berlin

Wilde Nachbarn in der Stadt Freiburg [pdf]

Andreas Schäfer, Städtisches Forstamt Freiburg im Breisgau

Städte als Wildtierlebensraum: Fallbeispiel Wien (Vortrag) [pdf] (Kurzfassung) [pdf]  

Dr. Richard Zink, Veterinärmedizinische Universität Wien, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie

Ergebnisse der Studie "Wildtiere im Siedlungsraum Baden- Württemberg": Arten, Konflikte und Einstellungen der Bevölkerung (Kurzfassung) [pdf]

Geva Peerenboom, Albert- Ludwigs- Universität Freiburg, Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement

Dr. Andy Selter, Albert- Ludwigs- Universität Freiburg, Professur für Forst- und Umweltpolitik

Marderbeauftragte in Nordrhein- Westfalen: Ein Projekt des Landesjagdverbands (Vortrag) [pdf] (Kurzfassung) [pdf]

Gerhard Thomas, Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

Termine

Aktionen

Haben Sie ein Wildtier in der Stadt oder Ihrem heimischen Garten gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtungen jetzt auf der Website Wilde Nachbarn Baden- Württemberg!

Logo Wilde Nachbarn

 

 

 

 

Kontakt

Sind Ihre Fragen noch nicht beantwortet? Oder haben Sie Anmerkungen/ Anregungen? Nutzen Sie unser Kontaktformular!

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© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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