Steckbrief Grasfrosch

Grasfrosch

Lebensraum Land- Lebensraum Stadt

 

Grasfrösche brauchen feuchte Lebensräume sowie ausreichende Bodenvegetation. Sie leben in Mooren, Mischwäldern, Feuchtgebieten mit dichter grasiger oder krautiger Bodenvegetation. Zum Laichen suchen sie verschiedene Kleingewässer auf wie Pfützen, langsam fließende Bäche und Flachwasserbereiche. Als Tagesverstecke dienen Erdhöhlen, Steinhaufen, Laub- und Reisighaufen, Baumstämme, Altgrasbestände und feuchte Kraut- und Grasschicht.

Im Siedlungsraum findet man die großen Frösche in naturnahen Gärten, Parkanlagen und auf Friedhöfen. Außerdem tummeln sie sich in Gräben, Quellsümpfen, Rückhaltebecken, in Weihern und auf Überschwemmungsflächen. In Bergland wurden sogar schon Tiere in Viehtränken und Brunnentrögen gefunden.[1]

 

Nahrung

 

Grasfrösche fressen vor allem Insekten wie Käfer und Asseln, aber auch Würmer, Spinnen und Nacktschnecken. Große Individuen erbeuten sogar Jungfrösche. Dabei fängt er kleinere Beutetiere durch ein Herausschnellen der Zunge, größere Beute packt er mit den Kiefern.

Kaulquappen fressen pflanzliche und tierische Kost wie Algen, Pilze und Kleinkrebse.

 

Fortpflanzung

 

Im Februar/ März erwachen die Grasfrösche aus der Winterstarre und suchen ihre Laichgewässer auf. Dort treffen die Männchen zu erst ein und warten auf die Weibchen. Vor allem nachts stoßen die Frösche dumpf klingende, tiefe, knurrende Laute aus, welche sowohl Paarungs- als auch Territorialrufe sein können. Die Weibchen setzt Laichballen in der Verlandungszone ab, wovon einer 100 bis zu 4390 Eier enthält. Nach meist 2 bis 3 Wochen schlüpfen die Larven. Im Juni verlassen die Jungfrösche das Gewässer und beziehen ihre Landhabitate. Mit 3 Jahren erreichen die Frösche ihre Geschlechtsreife und kehren oft zum Laichgewässer zurück. 

 

Jahres- und Tagesaktivität

 

Je nach Witterung erscheinen die Grasfrösche oftmals schon Ende Januar, i.d.R. zwischen Mitte Februar und Mitte März am Laichgewässer. Etwa Ende April bis Anfang Mai werden die Frösche aktiv und wandern in ihre Sommerquartiere. Ausgewachsene Tiere sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Nur bei regnerischem Wetter, feuchtem Untergrund oder wenn sie durch Störungen aufgeschreckt werden, trifft man sie auch tagsüber an. Junge Grasfrösche sind am Tage deutlich aktiver. [1]

© 2020 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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