Steckbrief Ringelnatter

Ringelnatter

Lebensraum Land- Lebensraum Stadt

 

Die Ringelnatter bewohnt naturnahe Feuchtgebiete wie Weiher, Teiche, Seen, Fließgewässer, Auwälder sowie Feuchtwiesen und Moore, mit genügend Deckung und Versteckmöglichkeiten. Zahlreiche Sonnenplätze (Schilfhaufen, Totholz), Jagdreviere mit hohem Amphibienvorkommen sowie trockene, frostfreie Winterquartiere, kennzeichnen einen optimalen Lebensraum. Zu den Sekundärstandorten zählen auch Steinbrüche, Kiesgruben und Baggerseen.
Innerhalb von Siedlungen begegnet man Ringelnattern an Gartenteichen, Rückhaltebecken und Löschteichen. Auch in Kellern, Schuppen oder Viehställen kann man sie finden, sofern sich ein Gewässer oder ein Feuchtgebiet in der Nähe befindet. [1]

 

 

Nahrung

 

Ausgewachsene Ringelnattern fressen vorwiegend Frösche, Kröten, Molche und Fische. Jungtiere ernähren sich von Amphibienlarven, kleinen Molchen und Fischen. Große Exemplare verspeisen auch gelegentlich Kleinsäuger oder Eidechsen.
Ringelnattern verschlingen ihre Beute lebend.

 

Fortpflanzung

 

Die Paarungszeit der Ringelnattern beginnt nach der Winterruhe im April und Anfang Mai. Oft konkurrieren mehrere Männchen um ein Weibchen und bilden dabei sogenannte "Paarungsknäuel" Zwischen Anfang Juli und August erfolgt die Eiablage an feuchten Plätzen, die vor Vernässung und Überflutung geschützt sind, z.B. auf modernden Baumstümpfen oder auf Anhäufungen von verrottendem Pflanzenmaterial. Die jungen Ringelnattern schlüpfen frühestens im August. 

 

Tages- und Jahresaktivität

 

Ringelnattern sind hauptsächlich tagaktiv, besonders am frühen Morgen und am Abend. Im noch kühlen Frühjahr und Herbst kann sich die Aktivitätsphase auch auf den späten Vormittag verschieben. Gelegentlich sind Ringelnattern auch dämmerungs- und nachtaktiv.

Die Winterruhe der Schlangen dauert von September/ Oktober bis Ende März/ April.

© 2019 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

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