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Steckbrief Reh

Reh

Krankheiten

Zur Zeit der Tollwut rangierten Rehe an zweiter Stelle nach den Füchsen in der Tollwutstatistik. In den meisten Fällen wurden Rehe von tollwütigen Füchsen gebissen, sodass es zu einer Ansteckung kam. [7] Seit dem Jahr 2008 gilt Deutschland jedoch als tollwutfrei. [8]

Neben anderen viralen Erkrankungen können auch bakterielle Infektionen auftreten. So wurden in Einzelfällen schon Infektionen mit Tuberkuloseerregern festgestellt. Durch verschärfte Bekämpfungsmaßnahmen hat die Bedeutung der Tuberkulose beim Reh abgenommen. Weiterhin können Rehe an Brucellose erkranken, welche auch auf den Menschen übertragbar wäre. Das Risiko einer Ansteckung wird allerdings als sehr gering eingestuft. [2]

Am stärksten leiden Rehe unter Parasitenbefall, welcher bei geschwächten Tieren und besonders im Winter zum Tode führen kann. Eine bedeutende Rolle spielen beim Reh der Befall mit Lungen- und Darmnematoden, mit Kokzidien und dem Großen Leberegel. [7] [9] Lungenwürmer befallen Bronchien und Luftröhre der Tiere, was sich gelegentlich durch trockenes Hüsteln bemerkbar macht. Einem Befall mit dem Großen Leberegel folgen meist Abmagerung, Kümmern der Jungtiere oder auch zurückbleibende Entwicklung des Geweihs. [10]

Nasen- und Rachendasseln legen ihre Larven in der Nase oder im Rachen des Rehs ab, was bei starkem Befall zu Atem- und Schluckbeschwerden des Tieres führen kann. Außerdem kommt es oft zu Schleimhautentzündungen, blutigem Ausfluss und einer allgemeinen Schwächung des Rehs. Weitere äußere Parasiten sind unter anderem Haarlinge, Zecken und Lausfliegen. [10]

 

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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