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Steckbrief Graugans

Graugans

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Graugänse brüten auf einer Vielzahl von Gewässern. So findet man sie auf Seen, Rieselfeldern, Klärteichen, Kolken sowie auf Fließgewässern und Gräben. Teilweise nutzen sie auch kleine Waldweiher in Bruchwäldern und Mooren als Brutstätte. [1] Zum Äsen fliegen sie auf auch weiter vom Gewässer entfernte Flächen.
In Städten bieten ihnen die weitläufigen, mehrmals im Jahr gemähten Parkwiesen optimale Äsungsmöglichkeiten und die künstlich angelegten Gewässer eine Rückzugsmöglichkeit bei Gefahr. [7]
 

 

Nahrung

 

Graugänse ernähren sich pflanzlich. Sie fressen Land- und Wasserpflanzen, obwohl sie eher äsend auf dem Land anzutreffen sind als gründelnd auf dem Wasser. [1] Sie zupfen kurze Gräser und Kräuter, nehmen aber auch gelegentlich Stauden, Wurzeln, Kartoffeln oder Rüben zu sich. Im Herbst nutzen sie das Nahrungsangebot auf Maisstoppelfeldern, im Frühling weiden sie häufig auf Grünland und von Juli bis August äsen sie auf Getreidestoppelfeldern. [8]
 

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Paare finden sich oft schon im ersten Winter zusammen, die erste gemeinsame Brut erfolgt jedoch erst im 2. oder 3. Jahr. Die Brutzeit beginnt meist Mitte März. Graugänse bevorzugen Inseln für die Nestanlage, da das Gelege dort besser vor Räubern geschützt ist. Als Alternative werden auch dichte Röhrichtgürtel im Uferbereich für den Nestbau gewählt. [1] In der Regel nisten die Gänse auf dem Boden, jedoch sind auch  Bruten auf Kopfbäumen bekannt. [9]
Graugänse haben pro Jahr eine Brut, bei der sie 4- 6 Eier legen, die ausschließlich vom Weibchen bebrütet werden. Die Brutdauer beträgt 27- 29 Tage, während der sich das Männchen in der Nähe des Nestes aufhält und Angreifer vertreibt. Die jungen Gänse bleiben bis zur nächsten Brut mit den Eltern zusammen und sind auch später noch oft bei diesen anzutreffen. [10]
 

 

Soziales Verhalten

 

Außerhalb der Paarungs- und Brutzeit leben Graugänse in großen Schwärmen. Die Brut erfolgt in lockerem Kolonieverbund, bei dem ein Abstand zwischen den Nestern gehalten wird. Graugänse weisen eine hohe Partnertreue auf, verpaaren sich bei Verlust des Partners jedoch neu. Die noch nicht geschlechtsreifen Jungvögel bleiben meist bis zur nächsten Brut bei den Elterntieren und helfen häufig bei der Aufzucht der Küken.
Graugänse erkennen sich gegenseitig anhand des Rufes. So kann es nachts auf großen Rastplätzen sehr laut zugehen, wenn die einzelnen Familienmitglieder versuchen, sich wiederzufinden. [10]
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    Graugans auf Acker

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    Graugänse auf Wiese

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    Graugansfamilie

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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