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Steckbrief Waldkauz

Waldkauz

Lebensraum Land - Lebensraum Stadt

 

Der Waldkauz kommt nicht nur im Wald vor, wie es der Name vermuten lässt. Diese Eulenart ist mitten in menschlichen Siedlungen und auch in der Stadt anzutreffen. Hier leben sie vor allem in Stadtparks und auf Friedhöfen. Dort wo ältere große Bäume vorkommen, findet er tagsüber sein Versteck und ist so vor Menschen oder freilaufenden Hunden geschützt. Durch seine Gefiedermusterung ist er bestens getarnt und somit fällt er in dichten Baumkronen oder an den Ästen sitzend, kaum auf. Als Höhlenbrüter nimmt er entsprechende Baumhöhlen großer Bäume (z. B. Buchen, Eichen, Kastanien) in Anspruch. Auch Waldkauznistkästen nimmt er gerne an. [2]

 

Nahrung

 

Im städtischen Raum finden Waldkäuze genügend Nahrung, denn was das Futter angeht, sind sie sehr anpassungsfähig und nicht sehr wählerisch. So besteht der größte Teil ihrer Nahrung aus Nagetieren wie Mäusen oder Jungratten, sowie jeglichen kleinen Singvogelarten und kleinen jungen Tauben, die in der Stadt anzutreffen sind. Diese werden nachts an ihren Schlafplätzen gefangen. Auch nimmt er je nach Jahreszeit Käfer auf. [2]

 

Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen

 

Waldkäuze paaren sich einmal im Jahr, die Balz findet in den Wintermonaten bis ins Frühjahr statt. Der Balzgesang des Männchens ist dabei nachts gut wahrzunehmen und verrät so schnell, wo er vorkommt. Waldkäuze sind streng monogam und brüten unter den einheimischen Eulen neben dem Uhu als erste im Jahr. Dies kann durchaus schon im Februar möglich sein, meistens aber im März. Es werden in der Regel ein bis vier weiße Eier gelegt, die fast kugelrund sind. Die Brutdauer beträgt 28 bis 29 Tage, nach dem Schlupf öffnen die Jungen ab dem 9. Lebenstag die Augen. Nach ca. einem Monat verlassen die ersten Käuze den Brutplatz, sie sind als sogenannte Ästlinge draußen zu beobachten. Ästlinge sind noch nicht flugfähig und können vom Baum herabstürzen. Am Boden werden sie aber von den Elterntieren weiter versorgt.

 

Soziale Strukturen

 

Die Führungszeit der Waldkauzjungen beträgt insgesamt ca. drei Monate. Waldkäuze sind Einzelgänger und daher nicht in Gruppen anzutreffen. Sie können Rivalen gegenüber sehr aggressiv auftreten. [2]

 

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© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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