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Steckbrief Waldkauz

Waldkauz

Mensch und Waldkauz

 

Waldkäuze verteidigen ihre Jungen vor Gefahren. Kommen Menschen zu nahe an den Brutplatz, greift er auch diese entschlossen an. Im lautlosen Flug attackiert er meist von hinten die höchsten Stellen am Körper, nämlich den Kopf und die Schulter. In dem Fall sollte man das Brutgebiet schleunigst verlassen. Das Verhalten der Käuze ist hierbei völlig normal, da sie ihre Jungen schützen möchten. Da Waldkäuze regelmäßig an Friedhöfen und Stadtparks brüten, können dort zur Aufzuchtzeit noch nicht flugfähige Waldkäuze am Bodengrund aufgefunden werden. Häufiger stöbern Hunde beim Gassigang diese Eulen auf. Ein Hochsetzen auf den nächsten Baum in ca. zwei Metern Höhe wäre hier für das weitere Überleben des Tieres sehr hilfreich. Der menschliche Geruch stellt kein Problem dar, denn die Altvögel füttern ihre Jungen trotzdem weiter.

Flugfähige Waldkäuze verunfallen häufig an Fensterfronten in der Stadt. Oft kollidieren sie mit Schulgebäuden, welche große Fensterflächen aufweisen. Auch kommen viele Waldkäuze durch den Straßenverkehr ums Leben.

Leider kommt es regelmäßig vor, dass Waldkäuze sich in Kaminen verstecken. Manchmal schaffen sie es nicht mehr, aus diesem herauszukommen und er wird zu einer Todesfalle. Um Unfällen dieser Art vorzubeugen, können spezielle Gitter am Schornstein angebracht werden. [3]

 

© 2018 Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

www.wildlife.uni-freiburg.de

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Waldkauz, Baden-Württemberg, Stadt, Nachbarschaft, Konflikt